Menschen jeglichen Alters können durch Rolfing eine nachhaltige Veränderung ihrer Haltung und Beweglichkeit erfahren.
Besonders angesprochen fühlen sich oft Menschen mit Schmerzen und Einschränkungen oder Berufsgruppen, die Koordination und Ausdruck ihres Körpers professionell einsetzen.
Mich begeistert, dass die Rolfing-Arbeit immer neu und immer anders ist. Besonders gerne arbeite ich mit Rolfing in folgenden Bereichen:
In vielen Stunden am Instrument, beim Tanz, in der Stimmarbeit, bei Proben und auf der Bühne bilden sich spezifische Haltungs- und Bewegungsmuster aus. Das Bindegewebe des Körpers verstärkt sich und stützt die Muster, die oft seit früher Kindheit eingeübt wurden. Dies schützt und unterstützt den Körper bei der täglichen künstlerischen Belastung, schränkt ihn aber gleichzeitig auch ein. Wir verlieren an Beweglichkeit und natürlicher Ausdruckskraft. Im schlimmsten Fall reagiert der Körper mit Verletzungen oder Schmerzen.
Rolfing kann unterstützen, die "eingefleischten" Haltungs- und Bewegungsmuster zu erweitern. Durch den Rolfing-Prozess wird es für Tänzerinnen und Tänzer, für Musikerinnen und Schauspieler leichter, die natürliche Elastizität der Faszien für Bewegung, Stimmkraft und Ausdruck zu nutzen. In Tanz und Akrobatik wird die Arbeit mit der Schwerkraft müheloser. Die Stärkung der Körperwahrnehmung über die Faszienarbeit vertieft die authentische Körperpräsenz, die Ihre Performance "ankommen" lässt.
Ich arbeite sehr gerne mit BühnenkünstlerInnen, auch direkt am Instrument oder an Elementen aus Choreografien, Solostücken, Monologen. Manchmal komme ich auch mit auf eine Probe oder an einen Auftritt...
Wir erleben alle im Laufe des Lebens kleinere und größere Unfälle - mit oder ohne Verletzungen. In Körper und Nervensystem bleiben Folgen von Stürzen, Verletzungen, Unfällen oder physischem und psychischem Trauma manchmal lange gespeichert.
Rolfing kann dem Körper Raum geben, "eingefrorene" Überreste von Verletzungen, Unfällen und Trauma aufzulösen. Elemente aus meiner Fortbildung in Somatic Experiencing unterstützen mich in meiner Rolfing-Arbeit mit Trauma. Es ist dabei nicht notwendig, mit konkreten Erinnerungen zu arbeiten. Manchmal taucht spontan ein Bild auf, oft ist es eher einfach ein Gefühl, dass sich etwas löst, sich etwas bewegt, was sehr lange unbeweglich gewesen ist.
Mich berührt bei der Rolfing-Arbeit nach Verletzungen und Trauma immer wieder der Moment, wenn etwas sich löst, "auftaut". Oft entsteht wie ein neues Zuhause oder ein neuer Raum im eigenen Körper.
Sehr viele Rolfing-KlientInnen kommen wegen Rückenschmerzen in die Praxis. Rolfing behandelt nicht direkt die Symptome (siehe Methode). Rolfing richtet den Körper insgesamt neu in der Schwerkraft aus und kann dadurch vielen schmerzhaften Prozessen die Grundlage entziehen.
Die Forschung zeigt: Je näher die einzelnen Körperbereiche einer aufrechten Mittellinie kommen - das Becken mehr über den Füßen, der Rücken weniger rund, der Kopf weniger vorgeschoben - desto seltener entstehen Rückenschmerzen (siehe auch unter Forschung). Rolfing balanciert das zähe Bindegewebsnetz, bis der Körper neu ausgerichtet ist. Das Üben ökonomischer Bewegungen im Laufe der 10er-Serie unterstützt die Nachhaltigkeit der Rolfing-Arbeit.
Wenn Schmerzen abnehmen, werden Energien frei - Energien, die bisher im Ertragen oder Vermeiden des Schmerzes gebunden waren. Diese freiwerdende Energie verändert Lebensqualität, Lebensfreude und Perspektiven. Ein Prozess, den ich sehr gerne begleite.
In Bewegungsgruppen meiner ersten Rolferin Barbara Bettini in Bern (www.rolfing-bettini.ch) durfte ich den Rolfing-Prozess von einigen älteren Menschen (Alter 60-86) über fünf Jahre in Etappen miterleben. Es hat mich überrascht, wie viel sich über die Jahre verändert hat, was ich früher als irreversible Alterserscheinung betrachtet hätte. Dem ist nicht so!
Es sind einerseits die körperlichen Veränderungen: Das Gehen ist sicherer geworden, Schritte werden länger, Rundrücken beginnen sich zu strecken, eine Gehhilfe kann zeitweise weggelassen werden, das Treppensteigen ist wieder möglich, jemand kann wieder auf dem Bauch liegen oder sich auf den Boden knien und alleine wieder hochkommen. Und es sind auch die anderen Veränderungen: Die Freude in den Gesichtern, das leichtere Aufstehen am Morgen, weniger Kraft für die Alltagsbewegungen zu brauchen, strahlende Augen.
Ich arbeite sehr gerne mit älteren Menschen. Mit einem großen Staunen für das Wunder der Veränderung - und mit tiefem Respekt für den Mut, sich im Alter neu auf Rolfing einzulassen.
Kinder wachsen schnell und verändern sich schnell. In der Wachstumsphase sind alle möglichen Spielarten von Entwicklungen ganz normal. Auch über scheinbare Umwege finden die Kinderkörper ihren Weg zum nächsten Entwicklungsschritt. Und manchmal quälen sie sich, wenn ein nächster Schritt nicht oder nur unter Anstrengung möglich ist. Oft können kleine unterstützende Impulse in Momenten von "Stockungen" kleine große Wunder sein.
Manchmal gelingt es, in einer einzelnen Sitzung einen deutlichen Impuls zu setzen. Manchmal sind es mehrere Sitzungen, bis eine Veränderung sichtbar wird, und manchmal ist Rolfing nicht das Richtige. Für Säuglinge sind Impulse von wenigen Minuten meist genug.
Überaktive oder auffällig passive Kinder kommen durch Rolfing meistens zu einem Aktivitätsniveau, das für sie selber wie auch für die Eltern angenehmer ist. Eine Zehner-Serie wird erst ab 10 bis 14 Jahren sinnvoll.
Ich arbeite gerne mit Kindern, da sie mir sehr direkt zeigen oder sagen, was gut tut und was nicht. Preise für Kindersitzungen finden Sie hier.
Rolfing

© Theres Grau 2006-2011 | Berlin - Prenzlauer Berg | Impressum | rolfing@theres-grau.net | Web: jan-quast.net