Traumatherapie

Die Körperarbeit Rolfing® hat mir geholfen, mich selber wieder fühlen und spüren und wahrnehmen zu lernen. Die Traumatherapie Somatic Experiencing® hat mir das Leben gerettet.

Das klingt pathetisch, ich weiß. Und für mich stimmt es.

Auch für viele meiner Klientinnen und Klienten stimmt es. Manche finden den Weg in meine Praxis nach vielen anderen Wegen, viele davon ebenfalls hilfreich, und keiner so tiefgreifend und nachhaltig bis in den Alltag hinein allmählich das Leben verändernd wie Somatic Experiencing.

Die Traumatherapie Somatic Experiencing® arbeitet vorsichtig, langsam und „titriert“ an der Auflösung und Neuverhandlung alter, gespeicherter Traumata.

„Titriert“ kommt aus der Chemie – zwei Flüssigkeiten werden tropfenweise gemischt, jeder Tropfen führt zu einem kleinen Zischen – würden dieselben zwei Flüssigkeiten einfach zusammengeschüttet, gäbe es eine Explosion. Eine Explosion, eine Überflutung mit allem möglichen aus der alten Geschichte – das wollen wir vermeiden, das würde die altbekannte Hilflosigkeit hervorrufen und kann zu Retraumatisierungen führen.

Zu posttraumatischen Belastungen kommt es bei uns Menschen (sowie bei Tieren in Gefangenschaft), wenn wir aus Überlebens-Zuständen wie Kampf, Flucht oder Erstarrung nicht mehr aussteigen können, darin gefangen sind und keinen Weg finden zurück in angstfreie entspannte ruhige Wachheit, in tiefen ruhigen erholsamen Schlaf.

Mit dem Fokus auf den Körperempfindungen spürt Somatic Experiencing® den kleinen Aktivierungen nach, eine kleine Erregungszunahme im autonomen Nervensystem, die noch auszuhalten und beobachtbar ist und sich mit einem kleinen, handhabbaren „Zischen“ entladen kann – mit einem Zittern oder Wärme im Körper, mit einem tiefen Atemzug.

Schrittweise wird durch jeden „Tropfen“ die Resilienz vergrößert, bis wir mehr und mehr von den alten oder auch neueren Traumata halten, neu verhandeln und integrieren können. Die natürliche Selbstregulation des autonomen Nervensystems wird wieder ermöglicht. Und die traumatisierenden Erfahrungen werden zu Teilen unserer Geschichte, die wir entspannt und chronologisch erzählen können.

Für die Arbeit mit Somatic Experiencing ist es nicht notwendig, sich an die konkreten Ereignisse zu erinnern. Der Fokus auf Körperempfindungen und die Physiologie des Traumas macht es möglich, ohne Inhalte „nur“ mit den Zuständen des Nervensystems zu arbeiten. Dies ist insbesondere auch bei frühen, vorsprachlichen Traumata sowie bei stark abgespaltenen Erfahrungen und Dissoziationen ein gangbarer Weg.

Ich arbeite in meiner Praxis mit Erwachsenen, die wissen oder vermuten, dass sie traumatisierende Erfahrungen gemacht haben, insbesondere mit früh und mehrfach traumatisierten Menschen, unabhängig davon, wieviel formulierbare Geschichte oder Erinnerung vorhanden ist.

Ich begleite auch gerne Themen, die bei Ihnen vor und nach der Geburt Ihrer Kinder sowie im eigenen Elternsein präsenter werden oder neu aufscheinen. Für traumatherapeutische Begleitung Ihrer Kinder empfehle ich dagegen meine KollegInnen Kati Bohnet und Mathias Thimm.


Mehr zu Somatic Experiencing unter:

Somatic Experiencing® Deutschland e.V.
www.somatic-experiencing.de

Somatic Experiencing Trauma InstituteTM, USA
www.traumahealing.com